Schulentwicklung als Transformationsprozess
Die Ziele des Startchancenprogramm lassen es notwendig erscheinen, das Bildungssystems weiterzuentwickeln. Weg vom selektiven System des 19. Jahrhunderts hin zu einem Schulsystem, in dem eine gerechte Chancen für ein erfolgreiches Lernen und eine angemessene Potentialförderung aller Schülerinnen und Schüler im Zentrum steht.
Situation von Schulen in herausfordernder Lage
Im Rahmen des Landesprogramms PerspektivSchule ist in zwei Schritten über mehrere Bundesländer auf Initiative und in Organisation der Wübben Stiftung Bildung ein Papier entstanden, das die Situation der Schulen in herausfordernder Lage aus Schulleitungssicht beschreibt und Empfehlungen dahingehend ausspricht, was systemisch für eine Verbesserung der Situation zu initiieren wäre.







Schulentwicklung in herausfordernder Lage
Das Startchancen-Programm in SH PerspektivSchule Kurs 2034 ist ein über 10 Jahre angelegtes Schulentwicklungsprogramm. Es ist bereits einiges Zur Schulentwicklung an Schulen in herausfordernder Lage veröffentlicht worden. Aktuelle Tipps finden sich hier.






Schulbau und Ausstattung
Mit Säule I ist im Startchancen-Programm der höchste Betrag Bau- und Ausstattungsmaßnahmen vorbehalten. Es geht dabei nicht um eine Kompensation von Sanierungs- und Renovierungsarbeiten, sondern vielmehr um die Schaffung innovativer Raumkonzepte im Rahmen von Um- und Anbaumaßnahmen oder die Umwidmung von Räumen durch veränderte Ausstattung, z.B. für eine integrative Nutzung im Rahmen des Ganztags. Kreativität, Neugierde und Experimentierlust sollen vielfältig Einzug in das deutsche Bildungswesen halten, Baumaßnahmen können hier richtungsweisend sein.
Tipps zum Stöbern der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft sind z.B. diese: Schulbau Open Source, Schulbau Blog oder Schulen planen und bauen. Hier finden sich spannende Projekte: Ganztag und Raum - Neue Konzepte für bestehende Räume.
Interessant sind auch Gedanken zur Schülerbücherei:: Das Portal der Schulbibliotheken Schleswig-Holstein - Schulbibliotheken SH
Einen ganzen Prozess beschreibt das material aus dem Projekt Ruhr!Futur: In 14 Schritten zur Study Hall. Ihr Weg zum innerschulischen Lernort | Ruhrfutur





Quartiersentwicklung - Externe Kooperation
Ein Idealbeispiel an Schule angegliederter Sozialraumgestaltung sind die Grundschulfamilienzentren in NRW. In diesem Sinne gibt es auch in SH bereits gute Ansätze und erfolgreiche Maßnahmen. Eine noch engere Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen um die Schule ist dennoch ein wichtiges Arbeitsfeld bei der Weiterentwicklung des Bildungssystems, um frühe Benachteiligungen auszuschließen.





Ganztagsschule
In den kommenden Jahren wird der Ausbau der Ganztagsschulen mit dem Entwicklungsprozess zu mehr Bildungsgerechtigkeit einher gehen. Die außerschulische aber eben auch außerhäusliche Anregung der Kinder und Jugendlichen erscheint gerade im bildungsfernen Kontext vieler Familien wichtig, um Interessen zu wecken, Talente zu fördern und Weltwissen zu vermitteln. Daneben werden im Rahmen des Ganztags wichtige soziale Kontakte geschaffen, gepflegt und ausgebaut, sie in einer verinselten und von Medienkonsum geprägten Welt ansonsten verloren zu gehen drohen.





Multiprofessionelle Teams
Schulen werden sich weiter zu Systemen entwickeln, die entsprechend eines erweiterten Bildungsverständnisses von mehreren Professionen getragen werden. Interne und externe Kooperation mit transparenten Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen sowie klaren Aufgabenbeschreibungen sind für ein Gelingen der Zusammenarbeit elementar. Säule III des Startchancen-Programms stärkt Teams personell.



Elterneinbindung
Die gelingende Einbindung der Eltern als Partner in Bildung und Erziehung ist ein zentrales Merkmal erfolgreicher Schulen. Kulturelle Unterschiede und Sprachbarrieren sollten nicht verhindern, dass Eltern immer wieder auf kreative Weise informiert, beteiligt und proaktiv eingebunden werden mit dem gemeinsamen Ziel, die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen. Einige Schulen in SH setzen auf die Idee "SELiG" - Schüler/innen, Eltern, Lehrer/innen im Gespräch. Die DKJS hat hier im Prozess um "LiGa - Lernen im Ganztag" eine sehr gute Toolbox in einer Task-Card hinterlegt: Toolbox für Schüler:in, Eltern, Lehrer:in im Gespräch (SELiG) - TaskCards.


